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40 Jahre EMW


Evangelisches Missionswerk feiert vierzigsten Geburtstag - Happy Birthday, EMW
Gäste aus der weltweiten Ökumene, Partner und Freunde aus der internationalen Ökumene feierten in Hamburg mit

Lesen Sie den Bericht von den Feierlichkeiten.

Hier sehen Sie einige Bilder von den Veranstaltungen im Ökumenischen Forum in der Hafencity zu Hamburg und in der Geschäftsstelle des EMW:


Viele der Gäste schenkten dem EMW einen Gratulationstext, beschrieben die Erfahrungen in der Zusammenarbeit, wünschten Erfolg für die Zukunft. Die Grußworte und Glückwünsche, und einige weiteren Texte sind in einem Buch zusammengefasst:
Ein Geschenk an die weltweite Kirche - 40 Jahre Evangelisches Missionswerk in Deutschland: Stimmen aus der Ökumene
Das Vorwort des Buches schrieben der Vorstandsvorsitzende Bischof Jan Janssen und EMW-Direktor Pfarrer Christoph Anders.
Sie können das Buch hier komplett als PDF (2,4 MB) herunterladen.


»Ein Geschenk an die weltweite Kirche«

Ein Missionswerk wird 40 – und erhält Würdigungen wie die, ein „Geschenk an die weltweite Kirche“ zu sein. Dabei ist das, was da so gelobt wird, kein Missionswerk im klassischen Sinn.

40 Jahre Evangelisches Missionswerk in Deutschland: Das ist, im Vergleich zu anderen Missionswerken, eine kurze Geschichte. In diesem Jahr feierte die Basler Mission ihr 200. Gründungsdatum, andere Jubiläen im letzten Jahrzehnt trugen stolz die 175 oder 150 in den Überschriften. Aber das EMW ist kein Missionswerk wie andere, sondern ein Dachverband, gemeinsam gegründet von evangelischen Missionswerken, Landes- und Freikirchen im Jahr 1975.


Zu Gast in Hamburg am 18. Juni 2015 (v.l.): Kasta Dip (India Peace Centre), Ruth Padilla de Borst (Zentrum für Interdisziplinäre Theologische Ausbildung, Costa Rica), Michel Jalakh (Generalsekretärs des Mittelöstlichen Kirchenrats) Henriette Lebang (Präsidentin der Gemeinschaft der Kirchen in Indonesien)
Wozu ein Dachverband? Im Grunde ist es ganz einfach: Im EMW gibt es 17 Missionswerke und -verbände, fünf Freikirchen und die EKD – alle mit Beziehungen zu bestimmten Kirchen. Dass hier eine Zusammenarbeit notwendig ist, illustrieren einige wenige Beispiele: Allein sechs Missionswerke haben Beziehungen zu verschiedenen indischen Kirchen unterschiedlicher Bekenntnisse. Was liegt also näher, dass sich diese Missionswerke untereinander abstimmen? Man hat gemeinsame Probleme – zum Beispiel bei der Visa-Erteilung, man hat gemeinsame Interessen – zum Beispiel bei einer theologischen Ausbildung dieser Partnerkirchen oder bei der Frage, was die Kirchen gemeinsam tun können, um die Gewalt gegen indische Christen ins Bewusstsein der Politik zu rücken.

Unter dem Dach des EMW werden solche Kooperationen für viele Länder und Weltregionen organisiert – in insgesamt zwei Dutzend Foren, Kommissionen und Arbeitsgruppen. Das entlastet nicht nur die Mitglieder von unnötiger Doppelarbeit, sondern nützt auch den Partnerkirchen.

Mission braucht Kooperation
Ein anderes Beispiel: Unter dem Dach der ökumenischen Weltbünde – Lutherischer Weltbund, Ökumenischer Rat der Kirchen, Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen – gibt es missionsbezogene Programme und Themen, die für alle Kirchen (einschliesslich der in Deutschland) wichtig sind. Da geht es um gemeinsame theologische Positionen, um Vorhaben der ökumenischen theologischen Ausbildung, und hier ist das EMW einer der wichtigsten Ansprechpartner.

Ein drittes Beispiel: die kontinentalen Kirchenräte, wie die Allafrikanische Kirchenkonferenz, die Asiatische Christliche Konferenz oder den Pazifischen Kirchenrat. Sie dienen nicht nur dem gemeinsamen christlichen Zeugnis ihrer Mitglieder, sondern sie organisieren auch Programme ihrer Mitglieder, die – wie das Programm für christlich-muslimische Beziehungen (Procmura) in Afrika – den Kirchen bei der Bearbeitung gemeinsamer Themen zur Seite stehen, finanziell gefördert und beratend begleitet vom EMW. Man könnte die Beispiele fortführen – auf der Website und in den Jahresberichten des EMW (www.emw-d.de) sind sie nachzulesen.

Die Motive für die Gründung des EMW waren nicht nur nationaler, sondern internationaler Natur. Spätestens seit der Weltmissionskonferenz in Edinburgh 1910 und der Gründung des Internationalen Missionsrats im Jahr 1921 war für die Missionen die globale ökumenische Zusammenarbeit selbstverständlich. Dass es 1948 zur Gründung des ÖRK kam, haben die Kirchen zu einem großen Teil der Missionsbewegung zu verdanken.


Beim zweiten Teil des Jubiläums, der EMW-Mitgliederversammlung in Herrnhut Ende September 2015 wurde nicht nur gefeiert: Die Delegierten aus Kirchen und Missionen nahmen in Herrnhut Berichte der Vorstands entgegen, verabschiedeten Jahresrechnung und Haushalt und wählten einen neuen Vorstand. Denn 40 Jahre EMW sind nur eine Zwischenstation.
Ökumene und Mission
Deshalb war es nur konsequent, dass seit Ende der 1950er Jahre an einem Zusammenschluss der ÖRK und des Internationalen Missionsrates gearbeitet wurde. 1961, bei der dritten ÖRK-Vollversammlung in Neu Delhi kam es zur Vereinigung beider Organisationen, die weit mehr als eine Entscheidung über Organisationsstrukturen war, sondern das Ergebnis inhaltlicher, missionstheologischer Überlegungen. Der Graben zwischen Mission und Kirche sollte geschlossen werden, aber die Dynamik der Missionsbewegung sollte auch im neuen ÖRK bestehen blieben.

Welche Konsequenzen aus diesem Zusammenschluss von ÖRK und Internationalem Missionsrat sollten die Kirchen in Deutschland ziehen? „Mission und Diakonie in ökumenischer Verantwortung“ lautete das Thema der EKD-Synode in Bethel 1963. Die Missionen wollten schon länger zu einer engeren Zusammenarbeit mit den Landeskirchen kommen – bei Freikirchen wie der Brüdergemeine waren Mission und Kirche übrigens nie getrennt. Aber durch das Nebeneinander von Kirche und Mission waren die Kenntnisse der Synodalen über Mission begrenzt, und es musste viel Aufklärungsarbeit betrieben werden.
Als erster Schritt zu einer geregelten Zusammenarbeit von Mission und Kirche beschloss die Synode, eine „Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Weltmission der Evangelischen Kirche in Deutschland und des Deutschen Evangelischen Missions-Tages“ zu gründen. Ihre Aufgabe: „Herstellung einer engen Verbindung zwischen der EKD und dem Missionstag zur gemeinsamen Wahrnehmung von Aufgaben der Weltmission, die über den Bereich und Wirkungsmöglichkeit einer oder mehrerer Gliedkirchen sowie einzelner Missionsgesellschaften hinausgehen.“ Angesiedelt wurde die EAGWM in Haus des Missionsrates in Hamburg.

Die Mauer und ihre Folgen
Obwohl 1961 durch den Mauerbau die deutsche Teilung zementiert worden war, hielten die Missionen an ihrer gesamtdeutschen Zusammenarbeit fest – was aber immer schwieriger wurde. Deshalb schlossen sich Missionen in der DDR zur „Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Missionen“ (AGEM) zusammen und lehnten sich, auch zum eigenen Schutz, stärker an die Kirchen an.


1971: Die Informationsaktion Weltmission der EAGWM regte damals viele Menschen auf. Genau das war beabsichtigt: Nachdenken über Mission heute.
Gemeinsam das tun, was gemeinsam getan werden muss: In Westdeutschland begann das bei der EAGWM mit der Gründung der Evangelischen Pressestelle für Weltmission im Jahr 1965. Ihre Aufgabe war, eine breite Öffentlichkeit über Aufgaben der Weltmission aufzuklären – also mehr Menschen zu erreichen als die bisherigen Missionsfreunde. Aufsehen erregte 1971/72 eine bundesweite Medienkampagne unter dem Slogan „Weltmission – heute sind wir Partner“ mit Plakaten, Zeitungsanzeigen und einem professionell gestalteten Magazin.

Eine echte Integration
Schon 1963 hatte Präses Beckmann auf der Synode die Gründung der EAGWM als „das heute Mögliche“ bezeichnet, „auf einem Weg zu einer echten Integration, die in jahrelanger Arbeit wachsen muss“. Nach zwölf Jahren gemeinsamer Arbeit in der EAGWM war es dann soweit: Am 19. September 1975 fand die Gründungsversammlung des EMW statt. Und als Anfang November 1975 die EKD-Synode in Freiburg zusammentrat, hatten Rat und Kirchenkonferenz der Satzung des EMW als e.V. bereits zugestimmt. Die EMW-Satzung wurde von der Synode als „Kirchengesetz über die Ordnung der Missionsarbeit“ beschlossen.

Als die Geschäftsstelle Mitte 1977 ihre Arbeit aufnahm, war auch ein anderes Thema geklärt: Die Verantwortung des EMW für bestimmte Bereiche des Kirchlichen Entwicklungsdienstes. Mit der Zusammenarbeit und Förderung von Programmen von Kirchen in Übersee hatte die EAGWM schon seit 1963 Erfahrungen. Die „Liste des Bedarfs“, 1963 von der EKD-Synode beschlossen, konzentrierte sich auf missionsbezogene Programme – theologische Ausbildung, Weltbibelhilfe, Zusammenarbeit mit den ökumenischen Weltbünden und den kontinentalen Kirchenräten. Nun übernahm das EMW Teilbereiche des kirchlichen Entwicklungsdienstes. Das endete erst im Jahr 2000, als diese Arbeit an den Evangelischen Entwicklungsdienst (heute Teil von Brot für die Welt) abgegeben werden musste.

1991, ein Jahr nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten, endete auch die Trennung zwischen Ost und West in der Mission – die AGEM und das EMW beschlossen, „ihren missionarischen Auftrag zukünftig gemeinsam unter neuem Namen in dem Evangelischen Missionswerk in Deutschland wahrzunehmen“.

Das alles wurde im Juni in Hamburg gefeiert – mit Vertretern von Partnern aus Afrika, Asien, dem Mittleren Osten und Lateinamerika. Und dass im September bei der Mitgliederversammlung die Generalsekretäre von ÖRK, LWB und Reformierten Weltbund den langen Weg nach Herrnhut auf sich nahmen, ist auch ein Zeichen von Wertschätzung für die Arbeit des EMW.


Ihre Wertschätzung für die Arbeit des EMW zeigten die Generalsekretäre der ökumenischen Weltbünde: Chris Ferguson (Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen, l.), daneben Martin Junge (Lutherischer Weltbund) und Olav Fykse Tveit (Ökumenischer Rat der Kirchen, 3.v.l.). In der Mitte Bischof Jan Janssen (EMW-Vorstandsvorsitzender), rechts EMW-Direktor Christoph Anders.
Impulse von den Partnern
Besonders wertvoll für das EMW und seine Mitglieder wird sein, was die weltweiten Partner dem EMW aus Anlass des Jubiläums mit auf den Weg gegeben haben. Gefragt wurden sie nämlich auch, welche Empfehlungen sie für die weitere Zusammenarbeit mit dem EMW geben können. Es kam eine Vielzahl von Vorschlägen, auch zu neuen Inhalten, zur Hilfe bei der Süd-Süd-Zusammenarbeit und vieles mehr. Genügend Stoff für Vorstand und Geschäftsstelle, die nächsten zehn Jahre zu planen – auf dem Weg zu 50 Jahren EMW im Jahr 2025.
Martin Keiper


130 Jahre Kooperation in der Mission

Als das EMW 1975 gegründet wurde, hatten die Missionen bereits einen langen Weg zu immer engerer Zusammenarbeit zurückgelegt. 1885 wurde einen erster, noch loser Zusammenschluss von deutschen Missionsgesellschaften gebildet, der „Deutsche Evangelische Missionsausschuss“, eigentlich nur eine jährliche Tagung deutscher Missionen zum Zweck des Informationsaustauschs.

Ein tiefer Einschnitt war für die deutschen Missionen der Erste Weltkrieg, denn ihre Mitarbeitenden wurden bis auf wenige Ausnahmen in die Heimat ausgewiesen. Fast noch gravierender war, dass die 1910 in Edinburgh erlebte Einheit in der Mission angesichts der Feindschaft der Völker und der Millionen Toten zerbrochen war. Der 1921 gegründete Internationale Missionsrat war dennoch bereit, die Deutschen wieder in die ökumenische Gemeinschaft aufzunehmen, und sich dafür einzusetzen, dass die Deutschen wieder auf ihre Stationen zurückkehren konnten. Dafür fehlte aber ein Gegenüber auf deutscher Seite. Dieses wurde 1922 mit dem „Deutschen Evangelischen Missionsbund“ geschaffen.

1933 ging es um die Freiheit der Mission und die Verhinderung der Eingliederung in die „Reichskirche“. Dazu gründeten die Missionen am 20. Oktober 1933 in Barmen den „Deutschen Evangelischen Missionstag“ (DEMT) – erstmals als eingetragener Verein. Man erklärte sich zuständig „für die gesamte Ausgestaltung des deutschen Missionslebens“ – eine Absage an die Herrschaft der „Deutschen Christen“. Ein Jahr später stellten sich der DEMT im Kirchenkampf auf die Seite der Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche.

Dass man dennoch mitschuldig geworden war, war dem Missionsrat bewusst. Das bekannte er am 14. 11. 1945 gegenüber dem Internationalen Missionsrat. In der Erklärung heißt es: „Wir möchten unseren Brüdern in den anderen Missionen sagen, dass wir schwer an der Schuld unseres Volkes tragen, die auch unsere Schuld ist.“

Dieses Schuldbekenntnis war ein erster Schritt zur Rückkehr in die Ökumene, weitere folgten. Ein starkes Zeichen für die Wiederaufnahme der Deutschen in die Gemeinschaft der Missionen war die Fünfte Weltmissionskonferenz, die 1952 in Willingen (Sauerland) stattfinden konnte.
Martin Keiper

Diesen Artikel aus EineWelt, Heft 4/2015 können Sie hier als PDF herunterladen.